- franziskaschild
- 26. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Kennst du das Gefühl, eine alte Geschichte noch immer mit dir herumzutragen? Ein Satz, der damals gefallen ist. Ein Verhalten, das wehgetan hat. Auch wenn der Moment selbst längst vergangen ist – manchmal bleibt er in uns lebendig: als Groll, als Enge in der Brust, als ein leises „das beschäftigt mich immer noch“.
Was wäre, wenn genau dieses Gewicht für immer loswerden kannst?
Vergebung ist einer der kraftvollsten Wendepunkte, die in einer ursachenorientierten Hypnosesitzung möglich sind. Nicht, weil sie das Geschehene ungeschehen macht – sondern weil sie dir etwas zurückgibt, das dir vielleicht lange gefehlt hat: die Kontrolle über dein eigenes inneres Leben.
Was sich dadurch verändern kann
Viele Klient:innen beschreiben nach dieser Arbeit ein Gefühl, das sie überrascht: Leichtigkeit. Als wäre ein Rucksack abgelegt worden, den man so lange getragen hat, dass man sein Gewicht kaum mehr bemerkt hatte. Plötzlich ist da wieder Raum – für Ruhe, für Energie, für Klarheit. Dinge, die früher automatisch Wut oder Schmerz ausgelöst haben, verlieren ihre Macht über dich.
Und das Schöne daran: Du musst dafür nichts gutheissen, was dir angetan wurde. Du musst dich nicht versöhnen, niemandem wieder vertrauen oder jemanden zurück in dein Leben lassen. Vergebung bedeutet etwas viel Einfacheres und gleichzeitig Grösseres: „Ich erlaube dir nicht länger, mein inneres Leben zu bestimmen.“ Die Tat bleibt, was sie war. Die Verantwortung bleibt, wo sie hingehört. Was sich verändert, bist einzig du – und wie frei du dich fühlst.
Neugierig geworden?
Vielleicht denkst du gerade an eine ganz bestimmte Person oder Situation. Vielleicht auch nicht – und genau das ist völlig in Ordnung. Oft zeigt sich im geschützten Rahmen einer Sitzung, was wirklich losgelassen werden möchte, ganz von selbst.
Selbstvergebung: Frieden schliessen mit dir selbst
Es gibt noch eine zweite Seite der Vergebung, die mindestens genauso befreiend sein kann – und die wir oft übersehen: die Vergebung uns selbst gegenüber.
Wie oft sind wir zu anderen nachsichtiger als zu uns selbst? Alte Fehler, ein Versagen, ein Moment der Scham – manchmal begleiten uns diese Erinnerungen jahrelang als leiser innerer Vorwurf. Als würden wir uns für etwas bestrafen, das längst vorbei ist.
In der Sitzung entsteht die Möglichkeit, dieser früheren Version von dir mit neuen Augen zu begegnen: mit Verständnis dafür, dass du damals mit dem gehandelt hast, was dir an Wissen, Kraft und Erfahrung zur Verfügung stand. Das rückt nichts nachträglich zurecht – aber es öffnet die Tür zu echtem Mitgefühl mit dir selbst.
Am Ende steht oft ein einfacher, aber unglaublich kraftvoller Satz: „Ich vergebe mir und setze mich frei.“ Und mit ihm oft auch ein spürbares Loslassen – wie Nebel, der sich in der Sonne auflöst.
Warum sich das lohnt
Klient:innen berichten immer wieder von genau diesem Moment: einer Erleichterung, die sich fast körperlich anfühlt. Von neuem Selbstvertrauen. Von der Erfahrung, sich selbst zum ersten Mal seit Langem wieder ganz annehmen zu können – mit allem, was war.
Wenn du spürst, dass da noch etwas ist, das du gerne loslassen würdest – ganz gleich, ob es um jemand anderen oder um dich selbst geht – dann könnte genau das ein wunderbarer Ausgangspunkt für deine nächste Sitzung sein. Du wirst überrascht sein, wie viel leichter sich Leben anfühlen kann.

